Deutsche Hochschulmeisterschaften am 10. und 11. Dezember in Bonn

JC´93-Mitglieder mit dabei

Die diesjährigen deutschen Hochschulmeisterschaften im Judo fanden in Bonn mit einer Rekordbeteiligung statt. Bis zu 80 Kämpferinnen und Kämpfer pro Gewichtsklasse kämpften in Einzel- und Mannschaftswettbewerben um die Medallien. Nach langer Zugreise durch NRW, Akkreditierungsstress galt es sich nach der erlösenden Waage in der Jugendherberge zu erholen und sich für die anstehenden Kämpfe vorzubereiten.

In den Einzelentscheidungen war die Uni Bielefeld mit sieben Kämpferinnen und Kämpfern vertreten. Je nach Kampfsystem war man bereits nach einer Niederlage ausgeschieden, sodass es galt von Anfang an hellwach und konzentriert zu sein.
Andre Sailer, Leo Moritz und Lukas Rethschulte starten alle in der Klasse -90 kg. Andre gewann seinen ersten Kampf mit einer Würgetechnik, verlor dann aber den zweiten, nach einer Unachtsamkeit. Für Leo lief es ähnlich. Beide schieden leider aus, da sie nicht gegen den Poolsieger verloren hatten. Lukas verlor seine erste Begegnung gegen den späteren Gewinner und musste sich im zweiten Kampf, nach starkem Griffkampf, knapp geschlagen geben.
Kathi Reinsch
kämpft in der Gewichtsklasse -57 kg, musst sich aber nach guten Kämpfen gegen spätere Platzierte geschlagen geben.
Christina Huf, Marla Rovers und Maria Schröder starten alle in der Klasse -70 kg. Christina verlor ihren Kampf gegen eine körperlich überlegene Gegnerin. Auch Marla musste trotz einem starken Griffkampfes den Kampf nach einer kleinen Unachtsamkeit abgeben. Maria gewann ihren ersten Kampf durch eine Haltetechnik.  Den Zweiten verlor sie gegen eine erfahren Kämpferin, ehe sie die dritte Begegnung nach einem Rückstand mit einem Haltegriff für sich entschied. Der nachfolgende Kampf ging gegen eine zu starke Gegnerin verloren.
Die mitgereisten Kampfer der FH Bielefeld erwischten einen besseren Tag, was die Resultate anging. So konnte sich Torben Brandes in der Gewichtsklasse -60 kg nach einem guten Kampf gegen einen Bundesligakämpfer in der nächsten Begegnung mit einem Schulterwurf durchsetzen. Den nachfolgenden Kampf verlor er knapp über die Zeit und erlangte so den 7. Platz. Auch Fabian Karau -90 kg startete, wie Brandes gegen einen Bundesligakämpfer, gewann dann aber seine nächsten beiden Begegnungen ehe er im vierten Kampf unterlag.
Martin Garic,
in der Gewichtsklasse -100, setzte sich in seinen ersten beiden Kämpfen deutlich mit einem Schulterwurf und einer Außensichel durch. Der dritte Kampf kostete viel Kraft, ehe er seinen Gegner mit einer Fußtechnik bezwang. Im Halbfinale musste er sich knapp dem späteren Sieger und Bundesligaerfahrenen Dennis Gutsche geschlagen geben, den er aus vergangenen Kämpfen bereits kannte. Im Kampf und den 3. Platz ließ Garic dann nichts mehr anbrennen und besieget seinen Gegner, nach deutlicher Führung, mit einer Haltetechnik. 

Nachdem der Abend mit einem Gang über den Weihnachtsmarkt und einem Restaurantbesuch geendet hatte, standen am zweiten Tag die Mannschaftskämpfe auf dem Programm. Dort ging die Mannschaft der Uni Bielefeld mit den Starterinnen des Vortages und der extra angereisten Valentine Gallwas ins Rennen. Eine Männermannschaft kam dieses Jahr leider nicht zu Stande.

Die erste Begegnung gegen die Uni Würzburg wurde 3:2 gewonnen. Gallwas holte den entscheidenden dritten Punkt im letzten Kampf durch ihre konditionellen Stärken, nachdem bereits Reinsch ihren Vorsprung über die Zeit gerettet und Huf ihre Gegnerin schnell besiegt hatte. Im zweiten Kampf gegen die Uni Leipzig gewannen Rovers, Huf und Reinsch jeweils deutlich und sicherten so den Einzug in das Halbfinale. Dieses ginge gegen den späteren Sieger aus München mit internationalen Topathletinnen verloren. Der entscheidende Kampf um den dritten Platz ging knapp 2:3 an die Uni Karlsruhe, die ebenfalls mit Bundesligakämpferinnen ein starkes Team besaßen. Die Mädels freuten sich dennoch zurecht über den tollen und hochverdienten 5. Platz nach einem schönen und anstrengenden Wochenende.

Alles in Allem sowohl eine starke Einzel- als auch Mannschaftsleistung, die für die kommenden Meisterschaften auf noch mehr hoffen lässt und ein schöner Abschluss für des Wettkampfjahr ist.